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Kurzbericht von der Veranstaltung: "Gelbe Westen - der neue soziale Widerstand?"

Warum ist 'Aufstehen' entstanden?

Die soziale Frage in den Fokus rücken!

Zu unserer Veranstaltung am Freitag, den 29.März, kamen gut 30 Menschen, überwiegend Gäste, die unserer Einladung gefolgt waren.

Unsere Werbung hatte es zwar schwer sich gegen die mutwillige Beschädigung unserer Plakate zu behaupten, aber am Ende war alles gut.


(Hier ein kleines Potpourri unseres Abends)

Wir hatten auch gute Resonanz!

Eine Freundin sagt:

Ich fand die Veranstaltung sehr gelungen, da ich durch Frau Dr. Hildebrandt einige mir bis dato unbekannte Informationen über die französische Gelb-Westen-Bewegung (= „gilets jaunes“) erhielt. So war mir neu, dass die sog. Wutwelle seit Oktober 2018 mehrheitlich von Frauen ausging (z.B. viele alleinerziehende Mütter), ihren Ursprung hauptsächlich in der Provinz hatte, ohne jegliche Struktur/Hierarchie oder Vertreter agiert, die Bewegung apolitisch ist, also weder links- noch rechtslastig, darunter sowohl die Mittelschicht als auch „working poor“, viele Rentner sowie viele bisherige Nichtwähler, vertreten sind. Solidarisch erklären sich auch viele Intellektuelle.

Zudem soll durch die Demonstrationen vor allem auch auf die dramatische Situation der vielen Obdachlosen aufmerksam gemacht werden.

Auch gibt es keinen Widerspruch zu grünen Bewegungen, wie es der Wahlspruch ausdrückt: „Fin du monde, fin du mois, même combat“ (~ "der Kampf gegen die Zerstörung der Erde und gegen das leere Portemonnaie am Monatsende vereint uns".)

Die Protestmärsche stehen generell unter dem Motto „le ras-le-bol“ (~ "die Schnauze voll haben" ...)

Mir hat die Gelb-Westen-Bewegung in Frankreich gezeigt, dass der normale Bürger mit Protesten doch noch einiges erreichen kann und dass man soziale Ungerechtigkeit nicht einfach hinnehmen muss – chapeau!

Vielen Dank nochmal an die Referentin und auch an die Organisatoren für diesen sehr informativen Vortrag, den ich undogmatisch und ausgewogen fand.

Genau das war auch ein ganz wesentlicher Grund für unsere Veranstaltung, die Frage, wie man zu Kämpfen zurückkehren oder sie erneut führen kann.

In der Diskussion stand zwangsläufig immer wieder die Frage im Raum, warum es "bei uns" kaum Gelbe Westen gibt und sie konnte erstmal nur teilweise diskutiert werden. Dabei zeigte sich jedoch, das die "soziale Katastrophe" in Deutschland wesentlich härter ausfällt - wenn man das denn mal vergleichen will ohne die französische Lage zu verharmlosen.

Ein dazu vorgesehenes Co-Referat [1] mußte leider wegen des zeitlichen Umfangs der sehr lebhaften Diksussion ausfallen - möglicherweise wird das unsere nächste Veranstaltung sein, Interesse besteht ganz offensichtlich!

Aufstehen! Totgesagte leben länger!

Ausblick:

Zu dem Thema "soziale Misere" wird bei Aufstehen auf dem nächsten Plenum ein Referat unter dem Titel:

»Lohndumping - Kern der sozialen Misere«

gehalten und diskutiert werden und natürlich freuen wir uns auch auf unseren Plenen über jeden Gast!

(Termine immer direkt auf unserer Homepage)

[1] Das noch unreife "Co-Referat" (PDF)

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